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Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen die Pathologien, die das Herz und die Blutgefäße betreffen. Über die großen gesundheitspolitischen Herausforderungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Atherosklerose hinaus schreitet die Forschung zu einem immer feineren Verständnis ihrer molekularen und genetischen Mechanismen voran, getragen von der regenerativen Medizin, der Gentherapie und neuen Zellmodellen.

In diesem Bereich betreffen die Arbeiten, zu denen Inovarion beigetragen hat, vor allem Pathologien mit starkem molekularem Determinismus. Ein erster Komplex betrifft die genetischen Kardiomyopathien. Bei der mit Mutationen des Lamins A/C (LMNA) verbundenen dilatativen Kardiomyopathie hat das Labor das durch das Enzym LOXL2 vermittelte Remodeling der extrazellulären Matrix untersucht und den Antikörper Simtuzumab zur Erhaltung der Herzfunktion[1] bewertet, gestützt auf aus induzierten pluripotenten Stammzellen (hiPSC) abgeleitete Kardiomyozyten und gewebetechnologisch hergestelltes Herzgewebe.

Die pulmonale arterielle Hypertonie ist Gegenstand weiterer Arbeiten zu den Signalwegen BMP9/BMP10 und ALK1, die für das pulmonale vaskuläre Remodeling und die daraus resultierenden kardialen Phänotypen bis hin zur Hochdruck-Herzinsuffizienz[4] entscheidend sind.

Weitere Arbeiten betreffen die kardiovaskulären Komplikationen der Schwangerschaft, insbesondere die Präeklampsie: Charakterisierung des in der Plazenta überexprimiert[7]en Proteins CORIN – einer an der Blutdruckregulation beteiligten Serinprotease – und Identifizierung genetischer, mit dem Risiko assoziierter Varianten mithilfe prädiktiver Ansätze des maschinellen Lernens[6], angewandt auf Schwangerschaftskohorten.

Schließlich wurde auch die kardiale Beteiligung der Muskeldystrophien behandelt: Rolle der CD38/NAD+-Achse[5] beim dystrophen Phänotyp und entzündliche Folgen der Dystrophin-Ersatztherapien für das Myokard bei der Duchenne-Dystrophie, ausgehend[2] von Mausmodellen der Erkrankung.

Diese Forschung setzt fortgeschrittene Zellmodelle (hiPSC-Kardiomyozyten, gewebetechnologisch hergestelltes Herzgewebe), Knock-out-Mausmodelle, die Transkriptomik, die Genotypisierung und das maschinelle Lernen sowie Plazentaexplantate ein. Die Kombination aus patientenabgeleiteten Kardiomyozyten und gewebetechnologisch hergestelltem Herzgewebe stellt eine besonders geeignete Plattform dar, um therapeutische Hypothesen an menschlichem Herzgewebe zu testen, im Vorfeld der Tiermodelle. Diese Arbeiten erschienen in renommierten Fachzeitschriften, darunter Circulation: Heart Failure, Cardiovascular Research und Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology.

Diese Arbeiten liegen damit an der Schnittstelle von molekularer Kardiologie, Genetik, seltenen Erkrankungen und Reproduktionsmedizin. Indem es das Gen mit dem Gewebephänotyp verbindet, vom grundlegenden Konzept bis zur translationalen Validierung, begleitet Inovarion anspruchsvolle Projekte und stellt diese Expertise seinen Partnern zur Verfügung.

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Repräsentative Publikationen

  1. Kervella et al. Simtuzumab Attenuates Loxl2-Mediated Extracellular Matrix Remodeling and Preserves Cardiac Function in LMNA Mutation-Induced Dilated Cardiomyopathy. Circ Heart Fail, 2026. PubMed
  2. Forand et al. Long-Term Dystrophin Replacement Therapy in Duchenne Muscular Dystrophy Causes Cardiac Inflammation. JACC Basic Transl Sci, 2025. Eintrag → · PubMed
  3. Malham et al. Intrinsic cancer cell phosphoinositide 3-kinase δ regulates fibrosis and vascular development in cholangiocarcinoma. Liver Int, 2023. Eintrag → · PubMed
  4. Bouvard et al. Different cardiovascular and pulmonary phenotypes for single- and double-knock-out mice deficient in BMP9 and BMP10. Cardiovasc Res, 2022. Eintrag → · PubMed
  5. Zélicourt et al. CD38-NADase is a new major contributor to Duchenne muscular dystrophic phenotype. EMBO Mol Med, 2022. Eintrag → · PubMed
  6. Liu et al. C1431T Variant of PPARγ Is Associated with Preeclampsia in Pregnant Women. Life (Basel), 2021. Eintrag → · PubMed
  7. Degrelle et al. Placental Overexpression of Soluble CORIN in Preeclampsia. Am J Pathol, 2020. Eintrag → · PubMed
  8. Cohen-Aubart et al. Hypoalphalipoproteinemia and BRAF(V600E) Mutation Are Major Predictors of Aortic Infiltration in the Erdheim-Chester Disease. Arterioscler Thromb Vasc Biol, 2018. Eintrag → · PubMed